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Smarthome Haussteuerung von Crestron

Mit diesen Systemen ist man der Boss im Haus. Man wischt einige Male über das Touchpanel, und schon fährt die Videoleinwand aus, das Licht wird heruntergedimmt oder die Heizung aufgedreht. Wie es funktioniert, zeigt Crestron eindrucksvoll.

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Seit nunmehr 40 Jahren arbeitet das US-amerikanische Unternehmen Crestron mit 2.500 Mitarbeitern in weltweit über 50 Büros daran, die Haustechnik so komfortabel wie möglich zu gestalten. Als Technologie- und Marktführer im Steuerungsbereich ist es in der Lage, so ziemlich alle Gerätschaften im Haus fernzusteuern.

In Deutschland übernimmt die Crestron Germany GmbH die Koordination der qualifizierten Systemhäuser, um dem Kunden die Installation und Programmierung der aufwendigen Gerätschaften abzunehmen.

Crestron stützt sich auf drei Säulen: Medientechnik, Crestron Home sowie Licht- & Gebäudetechnik:

  • In der Medientechnik entwickelt Crestron passende Steuerungssysteme zur zentralen Überwachung und zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen.
  • Crestron Home dient dem Steuern und Visualisieren der Gebäudetechnik. Wie bei Crestron üblich, kommt dazu ein Touchpanel oder ein Browser zum Einsatz. So können die Kunden sowohl Licht und Beschattung als auch Heizung und Klimatisierung über visualisierte Oberflächen intuitiv steuern. Dazu gehört auch das Regeln von Multi-Room-Audio- und -Videotechnik.
  • Der Bereich Licht- & Gebäudetechnik umfasst die Haus-Automatisierung. Licht-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik werden in die Regelung einbezogen. Gesteuert werden die verschiedenen Gebäudesysteme über gängige Installationskabel bzw. Bussysteme, die über Kabel realisiert werden oder sich per Funk nachrüsten lassen.

Durch flexible technische Standards erlaubt das Crestron-System, Geräte verschiedener Hersteller einzubinden. Auch neue Hardware lässt sich dank des offenen Standards später nachrüsten (Stichwort: Zukunftssicherheit).

Die Oberfläche der Bedien-Panels ist frei konfigurierbar. Über den Touchscreen und die Tasten kann der Hausherr sämtliche programmierten Funktionen aktivieren.
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Die Oberfläche der Bedien-Panels ist frei konfigurierbar. Über den Touchscreen und die Tasten kann der Hausherr sämtliche programmierten Funktionen aktivieren.

Zum Schnäppchenpreis sind all diese Steuerungsoptionen mit dem enorm hohen Installationsaufwand indes nicht zu haben. Beispielrechnungen für ein Einfamilienhaus mit sämtlichen Steckdosen, Schaltern, Touchpanels, Multiroom-Steuerung, den dazugehörigen Einbaulautsprechern und was sonst noch zum Betrieb nötig ist können schnell 20.000 Euro überschreiten. Aufwendigere Systeme für größere Objekte liegen gar jenseits von 50.000 Euro.

Dafür erfüllt Crestron aber beinahe jeden Wunsch bezüglich Hausautomation. Außerdem ist zu bedenken, dass eine Einrichtung mehrere Gewerke umfasst und sie gleichzeitig komfortabel miteinander kombiniert: Teile der Elektroinstallation, Telefon, Haussprechanlage, Alarmanlage, AV-Anlage, Heizungs- und Klimasteuerung. Die professionelle Umsetzung aus einer Hand sorgt zudem für eine erhöhte Betriebssicherheit.

Die Wahl der Waffen

Bei der Bedienung der Anlage ist Crestron flexibel: Die wohl größte Freiheit bietet ein Smartphone, das über eine App per WLAN oder Mobilfunknetz etliche Steueroptionen bietet. Auch ein Notebook ist in der Lage, sich ins System einzuloggen, und kann auf Wunsch mit dem Web-Browser sämtliche Steuerungsaufgaben übernehmen.

Der Kunde kann aus einer Reihe von Bedienoptionen auswählen. Angefangen beim Browser, über diverse Touchpads bis hin zum Steuerstab.
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Der Kunde kann aus einer Reihe von Bedienoptionen auswählen. Angefangen beim Browser, über diverse Touchpads bis hin zum Steuerstab.

In Zeiten von ständig neu hinzukommenden Viren und Trojanern dürften jedoch die Crestron-Kompositionen in Form von über 100 verschiedenen Handbedienungen zuverlässiger sein.

Eine luxuriöse Variante stellt das Touchpanel TPMC-9LW-T dar. Mit einem Preis von über 4.500 Euro ist es ein echter Alleskönner. Es besitzt zunächst einen Video-Eingang, über den sich allerlei Informationen vom Server streamen lassen. Da ein Lautsprecher und ein Mikrofon eingebaut sind, fungiert es auch als Haussprechstelle.

Die Bedienoberfläche lässt sich zudem frei nach Kundenwunsch gestalten. Das Panel baut der Einrichter in Wände oder Möbel nach Belieben ein, wobei der Kunde das Design auswählt.

Trivialere Aufgaben, wie etwa das Programm am Fernseher umschalten, ein Musikstück vom Server auswählen oder das Licht herunterdimmen, erledigen bei Bedarf auch schlichte Fernbedienungen. Aber selbst die haben es bei Crestron in sich.

Zum Beispiel die MLX-3 für rund 500 Euro: eine Zwei-Wege-Funkfernbedienung mit 20 Metern Reichweite. Sie kann einen Tastendruck quittieren, um dem Anwender mitzuteilen, dass sein Befehl angekommen ist.

Ins eingebaute Display liefert der Server Texte wie etwa Musiktitel oder RDS-Text. Sein Scrollrad erleichtert das Suchen in langen Listen wie einer MP3- oder Filmsammlung. Durch unzählige Icons kann der Programmierer zudem Symbole mit Schaltaufgaben verknüpfen, um sie eindeutig zuweisen zu können. Ein Bewegungssensor aktiviert die MLX-3, sodass sich die Batterien nicht so schnell entladen.

Für Nassbereiche hat Crestron eine wasserdichte Fernbedienung entwickelt. Die WPRI-48 kostet ca. 1.000 Euro. Sie bietet mit neun frei programmierbaren Doppeltasten bis zu 48 Befehlsfolgen. Selbst bei einem ausgiebigen Wannenbad können die Bewohner noch Musikstücke auswählen.

Dank ihres eingebauten Lithium-Ionen-Akkus bleibt sie lange einsatzbereit, obwohl ihr Tasten hinterleuchtet sind. Die mitgelieferte Docking-Station sorgt dafür, dass der Akku stets geladen bleibt.

Musik in allen Räumen

Das Multi-Room-Audiosystem kann aus Verstärkern in der Zentrale versorgt werden und so jeden Bereich mit einer unterschiedlichen Quelle beschicken. Um weiter entfernte Räume ohne Klangeinbußen zu beliefern, versorgt die Musikzentrale lokale Verstärker über ein Netzwerkkabel mit Audio-Signalen.

Die Musikanlage kann sowohl über kleine Bedienelemente als auch über frei programmierbare Touchpads gesteuert werden. Deren Oberflächen lassen sich an die Bedürfnisse der Bewohner anpassen.
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Die Musikanlage kann sowohl über kleine Bedienelemente als auch über frei programmierbare Touchpads gesteuert werden. Deren Oberflächen lassen sich an die Bedürfnisse der Bewohner anpassen.

Eine dieser Zentralen ist das Adagio Entertainment System (AES) für rund 5.500 Euro. Es integriert Multi-Room-Funktionen, Verstärkung und Steuerung in einem Gerät, verteilt zehn Quellen auf sechs Räume und hat dafür zwölf eingebaute Verstärker. Die Anlage kann bis zu sechs steckbare Radio-Tuner aufnehmen und leitet weitere vier externe Audioquellen weiter.

In den einzelnen Räumen werden damit die Multi-Room-Lautsprechersysteme befeuert. Sie können als Deckenlautsprecher ausgelegt sein oder in die Wand eingelassen werden. Um die Boxen bestmöglich dem Design anzupassen, gibt es unterschiedliche Blenden. Oder man beauftragt den Maler, sie ganz unter dem Oberputz oder der Tapete verschwinden zu lassen.

Zusätzliche Basslautsprecher können unauffällig in Schränken oder Wänden versteckt werden. Die Auswahl der Einbaulautsprecher reicht von der runden Zwei-Wege-Box mit 75 Watt bis hin zum 125-Watt-Schallwandler mit 20-Zentimeter-Bass-Chassis. Wer kräftige Standboxen vorzieht, lässt den Ingenieur ein separates Verstärkermodul einplanen.

Fernsehen in jedem Zimmer

Videobilder übernimmt das System von allen gängigen Quellen, seien es DVB-Empfänger, Blu-ray-Player oder Media-Receiver. Diese überträgt es auf installierte Fernseher, die an Wand- oder Deckenhaltern montiert sein können.

Die Videosignale lassen sich nicht nur an alle Fernseher im Haus verteilen, sondern auch auf die Bedien-Panels streamen. Komfortabler geht es kaum.
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Die Videosignale lassen sich nicht nur an alle Fernseher im Haus verteilen, sondern auch auf die Bedien-Panels streamen. Komfortabler geht es kaum.

Besonders exklusiv ist die Variante, bei der die Flimmerkiste auf Knopfdruck ins TV-Rack eingefahren wird. Genauso verfährt der Entwickler mit einem Projektor samt Leinwand. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt - vorausgesetzt, die Planung ist mit dem Innenausbau-Team abgesprochen.

Crestron offeriert für die Verbreitung der Videosignale HDMI-Verteilungssysteme wie etwa das DM-MD6X4 für knapp 4.500 Euro. Es steuert die im Raum befindlichen Bildschirme via HDMI, kann aber auch weitere Räume mit Signalen beschicken.

Dazu muss lediglich in jedem Zimmer mit Video-Anbindung eine Room Solution Box DM-RMC-100-C installiert sein. Sie empfängt per Kabel HD-taugliches Videomaterial und leitet es zum dort aufgestellten Fernseher weiter.

Das maßgeschneiderte Heimkino

Ein komplettes Home-Cinema-System lässt sich ebenfalls realisieren. Qualitativ hochwertige Fernseher oder Projektoren dürften angesichts des Budgets für die Peripherie selbstverständlich sein. Für die entsprechende Audio-Untermalung liefert Crestron einen hochwertigen Dolby-Digital-Verstärker.

Die Lautsprecheranlage, bestehend aus bis zu sieben Lautsprechern und einem aktiven Subwoofer, kann auch von Fremdherstellern kommen. Der Zuspieler ist ein HD-Player oder ein zentraler Videoserver. Eine drahtlose und mobile Bedienung ist für ein Heimkino praktischer als in die Wand eingelassene Touchpanels.

Die Crestron-Planer haben sowohl Geber als auch Funk-Touchpads in verschiedenen Größen im Sortiment. Deren grafische Oberflächen folgen der Logik des Gesamtsystems.

Die Haustechnik im Griff

Das gilt auch für die Bedienung für Heizung, Klimaanlage oder das Sicherheitssystem. Auch sie werden über die grafische Oberfläche gesteuert. Für einfache Schaltaufgaben wie beispielsweise für Licht genügen mitunter einfache Schalter, die auch zu Tastenfeldern zusammengefasst sein können.

Sie lösen einfache Schaltvorgänge aus oder arbeiten ganze Befehlsketten ab: das Licht dimmen, die Leinwand ausfahren und den Projektor einschalten. Der Systempartner NIKO liefert die passenden Schalter und Steckdosen, die in puncto Design nahezu jeden Kundenwunsch erfüllen.

Sind alle Schnittstellen zu den Haussystemen mit den zentralen Steuereinrichtungen realisiert und die entsprechende Hardware eingebaut, programmiert der Planer nach den Auflagen des Bauherrn die Komponenten sowie die Bedienoberflächen der grafischen Benutzeroberflächen.

Dazu lassen sich noch Feinheiten integrieren wie etwa ein Passwortschutz oder ein Fingerabdruck-Sensor zum Schutz vor unbefugtem Zugriff - sei es als Kindersicherung oder um die Befugnisse von Gästen einzuschränken.

Unterm Strich bietet Crestron ein recht kostspieliges und hochwertiges System zur Haussteuerung, das sich vollkommen an den Wünschen der Bewohner orientiert. Individueller geht es kaum.

Steuerzentralen

Bei den Steuerzentralen gibt es eine große Auswahl, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Allein 15 verschiedene Modelle offeriert Crestron seinen Kunden, damit sie sich in puncto Umfang und Steueroptionen an die Größe der jeweiligen Systeme anpassen lassen. Und wird es doch mal eng, können die Spezialisten sie erweitern.

Dank der vielen Schnittstellen-Adapter hat das System auch Geräte von Fremdherstellern fest im Griff, egal ob es sich um Licht, Beschattung, Heizung oder Klima handelt. Auch die Audio- und Videotechnik anderer Unternehmen können die Entwickler in ihre Steuerung einbeziehen.

Das dazu nötige Steuersignal kann zum Beispiel per Infrarot, übers Netzwerk, ein HDMI-Kabel (CEC) oder eine serielle Schnittstelle übertragen werden. Die Video-Verteilung geschieht meist über HDMI-Kabel oder ein spezielles Netzwerk-Protokoll.

Sicherheit

Für die Sicherheit sorgt die Kombination aus Überwachungs- und Haussprechanlage. Standesgemäß besteht das Haussprechsystem - auch Interkom genannt - aus Audio- und Video-Zweig. Über ein Dutzend Kameras und noch mehr Sprechstellen kann man damit verwalten. Ein Besucher kann so von jedem Panel aus empfangen und auf Wunsch auch Zutritt erhalten.

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Ganz nebenbei kann der Benutzer aber auch andere Interkoms anfunken. Komplettiert wird das Überwachungssystem mit einer Alarmanlage, die sämtliche Türen und Fenster im Blick hat. Zudem werden Bewegungsmelder eingebunden.

Alle Sensoren lassen sich übersichtlich auf einem Abbild des Grundrisses visualisieren, sodass der Hausherr stets den Überblick behält. Je nach Ausführung sieht er dann, ob ein Fenster offen steht, ob ein Glasbruch registriert wurde oder ein Bewegungsmelder ausgelöst hat.

Will er sich den entsprechenden Bereich anschauen, kann er bei der gewählten Option auch schwenk- und neigbare Dome-Kameras fernsteuern. Das geht natürlich ganz intuitiv per Fingerwischen auf dem Touchpanel.

 
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