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SmartHome Award 2013 Beste SmartHome-Projekte gekürt - Die Gewinner vorgestellt

Eine Heizung, die unsere Wohlfühltemperatur selbst herausfindet. Oder ein virtueller Hausschlüssel, der sich per Smartphone verschicken lässt. Diese und andere spannende Projekte wurden jetzt mit dem SmartHome Award ausgezeichnet. Wir stellen die Gewinner vor.
Beste SmartHome-Projekte gekürt - Die Gewinner vorgestellt © Weka Media Publishing

Die Preisverleihung im ehrwürdigen Roten Rathaus in Berlin wurde begleitet von einer hochkarätigen Fachtagung. Beide mit der Entwicklung und Umsetzung des SmartHome betrauten Bundesministerien – das Ministerium für Wirtschaft und Technologie und das Ministerium für Verkehr, Wohnungsbau und Stadtentwicklung – waren durch hochrangige Sprecher vertreten. Frau Prof. Birgit Wilkes, Vorsitzende der Jury, präsentierte den Stand der Wissenschaft.

Die Vorträge spannten den gesamten Bogen von der Heimvernetzung über Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL) und die Wohnungswirtschaft bis zur SmartCity. Architekt Michael Reichenbach beleuchtete die Verantwortung seines Berufsstandes für SmartHome und SmartHome-Geschäftsführer Alexander Schaper zeigte die Gewerke übergreifenden Aufgaben der Fachverbände auf.

Die Teilnehmerliste liest sich wie das Who is Who der Branche. Ministerien, Fachverbände, Hochschulen und Hersteller waren vertreten. Die Fachtagung bot neben den Vorträgen genügend Raum und Zeit, um sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

Gewinner: SmartHome Award 2013

  • Bestes Produkt 2013 - Platz 1
    Das beste Produkt 2013: en:key von Kieback&Peter © en:key

    en:key – selbst lernende Einzelraumregelung von Kieback & Peter:

    en:key ist eine selbst lernende Einzelraum-Temperaturregelung auf Basis der batterielosen EnOcean-Technologie. Sie erfasst das Nutzerverhalten und passt sich selbstständig an das gelernte Nutzungsprofil des Raumes an. Da dann Wärme nur noch bei Bedarf bereitgestellt werden muss, sind deutliche Energieeinsparungen zu erwarten.

    en:key unterscheidet „Komfortbetrieb“ und „Sparbetrieb“. Im Sparbetrieb werden offene Fenster erkannt und beim Verlassen des Raumes die Temperatur abgesenkt. Die Installation ist denkbar einfach, der Betrieb wartungsfrei. Mit der App Meine Wohnung lässt sich der en:key Wohnungsassistent jederzeit individuell anpassen. www.enkey.de

  • Bestes Produkt 2013 - Platz 2
    Myintercom © VIDEOR E. Hartig GmbH

    Myintercom – Türsprechanlage für iPhone und Android von der 1000eyes GmbH:

    Myintercom ist eine IP-basierte Videotürsprechanlage für iOS- und Android-Smartphones. Das Klingeln, die Sprache und die Kamerabilder der Türstation werden auf ein Smartphone oder ein Tablet übertragen – zu Hause und unterwegs. Von überall kann man mit Besuchern an der Haustür sprechen, sie sehen und sogar die Tür öffnen.

    Die Jury ist davon überzeugt, dass Myintercom den Türsprechanlagenmarkt revolutionieren wird, da keine Innenstationen mehr erforderlich sind. Die bisher fixen Innenbildschirme werden durch feste oder bewegliche Smart-Tablets oder Smartphones ersetzt, die in der Regel schon vorhanden sind. www.myintercom.de

  • Bestes Produkt 2013 - Platz 3
    PAUL – der Persönliche Assistent für unterstütztes Leben von CIBEK © Cibek

    PAUL – der Persönliche Assistent für unterstütztes Leben von CIBEK:

    PAUL ist ein Gebäudesteuerungs- und Assistenzsystem mit Funktionen für die Bereiche Sicherheit, Inaktivitätserkennung, Hilferufsystem, Multimedia-Angebot, Angebot, Videotelefonie, Schwarzes Brett etc. Es enthält auch ein Service-Portal. PAUL ist seit einigen Jahren auf dem Markt und gilt als in der Praxis erprobt. PAUL diente als Basis für fünf Forschungsprojekte im Bereich Pflegeunterstützung und Mobilität.

    Das zeichnet PAUL aus: Komplexe Technik wird für Jung und Alt nutzbar gemacht. Mit PAUL ist das Gebäude fit für das Alter und schwierige Lebenslagen. Das System ist intuitiv bedienbar und nicht stigmatisierend. Es wurde zusammen mit Senioren entwickelt.

    Dank seines modularen Designs lässt sich PAUL an Wünsche und Bedürfnisse unterschiedlicher Menschen einfach anpassen. Die Schwerpunkte sind Alltagshilfe und soziale Vernetzung, einschließlich Kommunikation und Dienstleistungen. So wird einer Vereinsamung im Alter entgegenwirkt.

  • Bestes Projekt 2013 - Platz 1
    pflege-kompetenz-zentrum.de © Screenshot: pflege-kompetenz-zentrum.de

    Smart Heim – Seniorenzentrum am Backhausplatz, Aßlar

    Dieses Projekt begeisterte die Redaktion unabhängig vom Award schon vor der Preisvergabe. Wir werden in der nächsten Ausgabe ausführlich darüber berichten, sodass wir uns hier auf das Wesentliche beschränken wollen:

    • Neubau eines mit SmartHome-Technik ausgestatteten Seniorenzentrums mit den Zielen Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit für Bewohner und Personal.
    • Smarte Technik hilft, das Personal von Routinearbeiten zu entlasten.
    • Erstmalig wurde in einem Seniorenheim smarte Technik gebündelt realisiert.
    • Mithilfe integrierter Haustechnik wurde der Energieverbrauch optimiert.
    • Technik passt sich dem Bewohner an und nicht umgekehrt. Videotelefonie ermöglicht gesteigerte Teilhabe am Leben.
    • Schaffung moderner und attraktiver Arbeitsplätze.

    www.pflege-kompetenz-zentrum.de

  • Bestes Projekt 2013 - Platz 2
    Die smarte Finca erzeugt und verwaltet Energie selbst. © smart-building-design.ch

    Finca Los Miticos bei Santa Margalida, Mallorca

    Im Jahr 2006 suchten Claus Mühlenkamp und seine Lebenspartnerin Sabina Ostermann nach einem Bauprojekt mit öffentlichem Strom, Wasser und adäquatem Kommunikationsanschluss für Telefonie und Internet. Beide verliebten sich in einen Rohbau im Nordosten von Mallorca. Leider gab es dort weder Telefon, Internet noch Strom, und es wurde bald klar, dass sich dies nicht ändern würde. So entstand das hier prämierte Projekt mit folgenden Eigenschaften:

    • Das Gebäude wird ausschließlich über Solartechnik mit Energie versorgt.
    • Es werden konsequent LED-Technik und AAA-Haushaltsgeräte eingesetzt.
    • Die Wärme- und Klimatechnik ist energieeffizient.
    • Gebäudeautomation mit Energiedatenerfassung und Visualisierung.
    • Integration von Fremdsystemen via IP-Technologie.
    Wir werden in einer der Folgeausgaben ausführlich über die Finca berichten.
    www.smart-building-design.ch

  • Bestes Projekt 2013 - Platz 3
    The Peak Lab © Screenshot: www.thepeaklab.com

    SmartOffice App von dem Software- Unternehmen the peak lab.

    Mithilfe der SmartOffice App von the peak lab. aus Oldenburg lassen sich vernetzte Geräte über ein iPad steuern. Die SmartOffice App zeichnet sich durch ein klar gestaltetes und einfach zu bedienendes User Interface aus. Das Herzstück ist ein iPad, das als intelligente Schaltzentrale fungiert.

    Mit dem friesischen "Moin" startet das System in den Tag, das Büro erwacht. "Bye" läutet den Feierabend ein und alle vernetzten Geräte schalten sich ab. Zudem lassen sich einzelne Bereiche des Büros per "Szene" steuern. Findet im Meeting-Raum eine Präsentation statt, dimmt die Szene "Meeting" alle Lichtquellen herunter und Präsentationsquellen schalten sich ein. Scheint die Sonne morgens zu stark, werden Jalousien automatisch heruntergefahren.

    Dank einer integrierten Energieampel werden Energieverbräuche – ob niedrig oder hoch – visualisiert. Die Energietransparenz wird auf diese Weise gefördert und die Büromitarbeiter werden so für Verbräuche innerhalb des Bürokomplexes sensibilisiert. Jeder Rechner verfügt zudem über ein Desktop-Widget, über das Geräte individuell geschaltet und Verbräuche angezeigt werden können.

    Als Standardschnittstelle setzt die SmartOffice App auf digitalSTROM und damit auf ein modulares System aus intelligenten Komponenten, das auf Open Source basiert und einfach zu vernetzen ist. Die Komponenten können nachträglich in Gebäude aller Art eingebaut werden, ohne große Eingriffe in die Bausubstanz vornehmen zu müssen.

    www.thepeaklab.com

  • Bestes Start-up-Unternehmen 2013 - Platz 1
    Das Siegerteam von KISI: Bernhard Mehl, Maximilian Schütz und Carl Pfeiffer (von links) © Connected Home

    KISI Systems aus München

    Das Münchener Siegerteam KISI Systems hat die virtuelle Schlüsselplattform KISI entwickelt, die den Hausschlüssel quasi ins Smartphone integriert. Via KISI kann man virtuelle Schlüssel von überall aus der Welt verschicken und Freunden oder Gästen spontan Zutritt zur Wohnung gewähren. Die Schlossmechanik ist leicht anpassbar.

    Der Schlüssel selbst liegt sicher nach dem AES-128-Verfahren verschlüsselt in der Cloud. Bei einem Verlust des Smartphones können sich Unbefugte also keinen Zutritt verschaffen.

    Das System ist ideal für alle, die zwar ab und zu ihre Haustürschlüssel vergessen, aber niemals ihr Smartphone, und empfiehlt sich, wenn mehrere Personen Zugang zu einer Wohnung oder einem Büro bekommen sollen: etwa für Pflegedienste. Nachbarn oder Rettungskräften kann im Notfall ohne Übergabe eines "Hardware-Schlüssels" schnell Zutritt gewährt werden.

    www.kisibox.de

  • Bestes Start-up-Unternehmen 2013 - Platz 2
    WATTlive von der awaju UG © Screenshot: www.awaju.com

    WATTlive von der awaju UG

    WATTlive wendet sich in erster Linie an junge Menschen, macht den Energieverbrauch erlebbar und schafft es, das Thema Energie zum Lifestyle zu machen. WATTlive soll helfen, die Stromkosten um bis zu 20 Prozent zu senken.

    So funktioniert es: Man benötigt ein Energiekosten-Messgerät und misst den Verbrauch der einzelnen Geräte wie Toaster, Kaffeemaschine, TV-Gerät etc. Dann trägt man die ermittelten Werte in den WATTlive-Dienst ein. Der Dienst unterstützt beim Messen und Verstehen der elektrischen Geräte. Er wertet die Messwerte aus und zeigt die Kosten und individuelle Einsparmöglichkeiten auf. So versteht man den Stromverbrauch und verfolgt, wie er sich reduziert.

    www.awaju.com

  • Bestes Start-up-Unternehmen 2013 - Platz 3
    eNEWO, Innovationspark Energie & Neues Wohnen © Screenshot: e-newo.de

    eNEWO, Innovationspark Energie & Neues Wohnen

    Der eNEWO Innovationspark Energie & Neues Wohnen beabsichtigt, Verbrauchern in über 25 Themengruppen innovative Lösungen zu präsentieren und dabei zu helfen, die Energiewende in ihren Lebensraum zu integrieren. Für Smart-Home-Produkte soll hier eine ideale Plattform für anschauliche und dauerhafte Showrooms entstehen.

    Die SmartHome-Branche hat derzeit noch kein herstellerunabhängiges Zentrum, an welchem die wichtigsten SmartHome-Produkte in festen Showrooms mitsamt Fachberatung präsentiert werden können. eNEWO will diese Lücke schließen – als herstellerunabhängiges Zentrum, als Dauereinrichtung und multidisziplinär auf die Gebäude-Energiewende bezogen.

    Jungen Start-ups, die innovative Produkte anbieten, wird dank der zentralen Präsenz die schnelle Markteinführung vereinfacht. Ist der geplante Innovationspark in Berlin erfolgreich, so ist die Expansion in weitere Ballungsräume Deutschlands geplant.

    www.e-newo.de

 


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