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Für Smartphone und Tablet Die besten Apps für Haussteuerung, Streaming und Co.

Fotos, Videos, Musik oder das TV-Programm per Knopfdruck auf ausgewählten Flachbildschirmen oder in verschiedenen Hörzonen wiedergeben - das alles lässt sich mit Apps per Smartphone oder Tablet steuern. Doch es geht noch mehr: Jalousien auf- und zuklappen, Garagentore öffnen und schließen, die Heizung oder das Licht regulieren - und, und, und.

iPad © Archiv/Hersteller

Smartphones und Tablets bieten auf ihren Displays eine gute Übersicht, lassen sich per Touchscreen kinderleicht bedienen und verbinden sich per WLAN mit Computern oder Netzwerk-Playern. Darüber hinaus sind sie lernfähig. Was liegt also näher, als sie zur Steuerung von vernetzten Flachbildschirmen, Internet-Radios oder gar Haushaltsgeräten einzusetzen? Nicht nur die Hersteller von Unterhaltungselektronik bieten seit geraumer Zeit Apps an, die Smartphones und Tablets in lernfähige Universal-Fernbedienungen verwandeln.

Apps steuern auch Geräte für die Heimautomation - und so mutieren die mobilen Alleskönner zur Kommandozentrale fürs ganze Heim. Das Licht soll um 7:30 Uhr ein- und um 0:00 Uhr ausgeschaltet werden? Kein Problem. Die Heizung soll morgens auf- und abends abgedreht und die Jalousien mittags geschlossen und abends geöffnet werden? Ein Fingertipp auf den berührungsempfindlichen Schirm genügt. Überdies beruhigt es, im Urlaub via Netzwerkkamera einen Blick ins Haus oder in die Wohnung zu werfen - auch dies ist ein Routine-Job für Haussteuerungs-Apps. CONNECTED HOME stellt die besten Applikationen fürs vernetzte Heim vor.

TV-Geräte, Internet und Streaming

Smart TVs und smarte TV-Receiver verknüpfen das Fernsehen mit dem Internet. Die schlauen Fernsehgeräte oder Set-Top-Boxen finden per Netzwerkkabel oder drahtlos Kontakt zu Heimnetz und Internet. Darüber holen sie Zusatzangebote der TV-Sender wie die Mediatheken von ARD und ZDF, Video-on-Demand-Dienste wie Maxdome oder elektronische Zeitschriften auf den Schirm.

Teilweise klappen der Video-Chat per Skype und der Zugang zu Twitter oder Facebook. Und natürlich spielen Smart-TVs Videos per Netzwerk ab. Das Problem ist die Bedienung: Tastatur und Maus sind auf dem Sofa unbequem. Und eine herkömmliche Fernbedienung taugt weder für die Texteingabe noch zur Navigation über eine Website.

In der Galerie stellen wir die besten Apps für die Heimvernetzung kurz vor. Mit diesen Programmen steuern Sie Geräte und Anwendungen zuhause per Smartphone oder Tablet.

Hier kommen Smartphones und Tablets ins Spiel - und die TV-Hersteller spielen gerne mit. Sie bieten meist Applikationen für die beiden verbreiteten Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme iOS (Apple) und Android. Zudem gibt es oft verschiedene App-Varianten für Smartphone und Tablets sowie unterschiedliche App-Versionen zur Steuerung verschiedener TV-Serien, Blu-ray-Disc-Player oder Heimkino-Anlagen.

Beispielsweise bietet der koreanische Hersteller LG zur Steuerung seiner aktuellen TV-Geräte von 2012 die App LG Magic für iPhone und Android-Handys. Ältere TV-Modelle von 2011 lassen sich per TV Remote App nur mit Android-Smartphones bedienen. Beide Apps steuern Grundfunktionen wie Programmwechsel oder Lautstärke. Zudem erleichtern Touchscreens die Texteingabe in TV-Menüs. Am Smartphone lässt sich ein Zeiger auf dem TV-Bildschirm steuern: Das erleichtert die Navigation durch Menüs oder über Websites auf dem TV-Gerät.

Vergleichstest: Sechs Smart-TV-Portale im Test

Philips ist mit der MyRemoteApp für iOS, Android, iPad und Android-Tablets gut aufgestellt. Sie funktioniert mit allen Smart TVs von Philips seit 2009 und obendrein mit Philips-Blu-ray-Playern und Audioanlagen - lobenswert übersichtlich. Die MyRemoteApp steuert Basisfunktionen und ermöglicht die bequeme Texteingabe am Smartphone oder Tablet. Doch zur Hochform läuft sie bei der Wiedergabe von Fotos, Musik und Videos auf: Sie greift auf Medien-Server im Heimnetz zu, die den Netzwerk-Standard UPnP AV beherrschen. Besser noch: Per Slideshow-Funktion lassen sich Fotos direkt vom iPhone auf dem TV-Schirm wiedergeben - jedoch nicht mit Android-Handys.

Die SmartView App von Samsung läuft zwar nur auf Samsung-Tablets und dem Samsung-Smartphone Galaxy S II. Dafür arbeitet sie mit Samsungs Smart TVs der Jahrgänge 2011 und 2012 zusammen. Die Steuerung der TV-Geräte beherrscht die App nebenbei. Ihr Highlight ist das Abspielen eines TV-Films auf dem Mobilgerät (Dual View). Wer also einen Thriller spätabends nicht im Wohnzimmer weiterschauen möchte, nimmt ihn per Samsung Galaxy-Tablet mit ins Bett.

Sony konzentriert sich mit seiner Media Remote App für iOS und Android auf die Fernbedienung der Internet-fähigen BRAVIA-TV-Geräte und vernetzbaren BD-Player. Die App befördert eine Website, die das Tablet gerade zeigt, per Fingertipp auf den Fernseher - und umgekehrt. Damit reagiert der TV-Hersteller auf das aktuelle Zuschauerverhalten: Denn Smartphone- oder Tablet-Besitzer nutzen ihre Mobilgeräte oft parallel zum TV - für Zusatz-Infos oder zur Kommunikation.

Loewe geht mit der Assist Media App noch einen Schritt weiter. Die App gibt es nur fürs Apple iPad. Sie steuert Loewes TV-Geräteserien Individual, Connect und Art. Der elektronische Programmführer (EPG) der Assist Media App nutzt den Platz des größeren Tablet-Bildschirms. Gracenote, als Musik-Infodienst bekannt, liefert ausführliche Informationen zu TV-Sendungen. Via iPad lässt sich eine interessante Sendung bequem auswählen. Die TV-Aufnahmen lassen sich jederzeit starten oder programmieren, sofern eine Festplatte ins TV-Gerät eingebaut oder per USB angeschlossen ist. Per iPad ist der Zugriff auf das Loewe-Portal MediaNet möglich. Auch die Abruf-Videothek Maxdome ist an Bord. Filme lassen sich am iPad leihen und auf dem TV-Bildschirm anschauen.

Die Aufnahmeprogrammierung gelingt bei Loewe zwar nur innerhalb des Heimnetzwerks. Doch der Digital-TV-Hersteller TechniSat hat mit der MyTechniSat-App eine Lösung in petto: Sie ermöglicht die Fernprogrammierung ohne komplizierte Router-Einstellungen. Aufnahmen auf Internet-fähigen Receivern und TV-Geräten des Herstellers lassen sich etwa am Baggersee programmieren. Und der Programmführer SiehFern Info bietet dabei eine exzellente Übersicht.

Teufel Raumfeld One (400 Euro) ist eine kompakte, aber kraftvolle Stereoanlage mit 100 Watt Musikleistung. Sie spielt die Musiksammlung über das Netzwerk sowie ein Internet-Radio ab. Die Steuerung klappt per Smartphone oder den Raumfeld Controller (400 Euro).
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© connected-home
Teufel Raumfeld One (400 Euro) ist eine kompakte, aber kraftvolle Stereoanlage mit 100 Watt Musikleistung. Sie spielt die Musiksammlung über das Netzwerk sowie ein Internet-Radio ab. Die Steuerung klappt per Smartphone oder den Raumfeld Controller (400 Euro).

Musik im ganzen Haus

Bei der Musikwiedergabe sorgt das Protokol UPnP AV, oft mit einer Zertifizierung durch die DLNA (Digital Living Network Alliance), für die einfache Verbindung von Netzwerk-Playern und -Servern verschiedener Hersteller. Der Vorteil: Ein DLNA-Player gibt mühelos Musik wieder, die auf einem Windows- oder Mac-Computer oder einer Netzwerk-Festplatte gespeichert ist - ganz ohne Zusatz-Software.

Eine nützliche App zur Steuerung von UPnP-AV-Geräten ist der PlugPlayer (vier Euro, nur für iOS). Mit der App lassen sich beliebige UPnP-Medien-Server und Abspielgeräte auswählen. Der PlugPlayer spielt nicht nur Musik, sondern befördert auch Fotos und Videos von einem Netzwerkspeicher auf ein Wiedergabegerät.

Verlgeichstest: Audio-Streaming-Dienste im Vergleich

Audio-Spezialist Teufel bietet mit dem Raumfeld-System eine eigene Audio-Streaming-Produktpalette: Die Wiedergabe lässt sich über einen Controller oder via Raumfeld App für iOS und Android steuern. Als Audio-Player gibt es Stereo-Kompaktanlagen wie die Raumfeld One, Regalboxen, die sich direkt per WLAN mit einem Netzwerk verbinden, bis hin zu ausgewachsenen Hi-Fi-Standlautsprechern für anspruchsvolle Hi-Fi-Fans. Raumfeld spielt Musik von DLNA-Servern wie Netzwerk-Festplatten ab. Dabei lassen sich unterschiedliche Hörzonen für die Mehrraumwiedergabe einrichten.

Selbst im High-End-Bereich sind Apps üblich. Die Edel-Netzwerk-Player des schottischen Herstellers Linn lassen sich via Kinsky App vom iPhone steuern. Hi-Fi-Fans meinen sogar, die Wiedergabequalität der DS-Reihe sei dank selbst entwickelter Streaming-Technik und feinster Digital-Analog-Wandler besser als die hochkarätiger CD-Player.

Den Einstieg bietet die für 1.450 Euro erhältliche Sneaky Music DS, das einzige Digital-Source-Produkt, das über Endstufen verfügt. Außerdem liefert Linn Musik in Studiomaster-Qualität bis 192 kHz / 24 Bit über das Portal www.linnrecords.com.

Die Linksys-Smart-Wi-Fi-Router ermöglichen via Cisco Connect Cloud den Zugriff von unterwegs. Ein flottes Gigabit-Funknetzwerk nach 802.11ac-Standard gibt es inklusive.
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Die Linksys-Smart-Wi-Fi-Router ermöglichen via Cisco Connect Cloud den Zugriff von unterwegs. Ein flottes Gigabit-Funknetzwerk nach 802.11ac-Standard gibt es inklusive.

iPhone, iPad und iPod touch dienen selbst als Musikspeicher. Daher liegt es nahe, die Sammlung drahtlos vom Mobilgerät über Lautsprecher wiederzugeben. Die Apple-Technik AirPlay schickt Musik von mobilen Apple-Geräten direkt auf AirPlay-taugliche Audio- Player - das ist praktisch.

Mobile Netzwerk-Kontrolle

Immer mehr Hersteller bieten Apps zur Konfiguration des Heimnetzwerks. Das klappt etwa mit der Connected-Cloud-Plattform des Herstellers Cisco. Die Cisco-Linksys-EA-Router nutzen diese Software. Apps für iPhone oder Android verwalten die Netzwerkgeräte. Neue Geräte sind im Nu ins Netzwerk eingebunden: Dank WPS-Technik (Wi-Fi Protected Setup) kann dabei die Eingabe eines WLAN-Kennworts entfallen. Gästen lässt sich per App ein Netzzugang einrichten - selbst von unterwegs.

Kaufberatung: Starter-Kits für Smart-Home

Via App können einzelne Geräte priorisiert werden: Damit bekommen diese vor allen anderen Netzwerk-Clients Zugriff auf die volle Bandbreite - das ist etwa praktisch für Downloads oder Online-Spiele. Und dem Nachwuchs kann per App mal eben der Zugang zu Facebook & Co. gesperrt werden, damit es mit den Hausaufgaben weitergeht. Von anderen Herstellern gibt es Apps wie den Gemini IP Camera Viewer, der das Bild von Netzwerkkameras auf das mobile Display holt.

Die EZcontrol XS1 (links, ab 190 Euro) und die HomeMatic (rechts, ab 180 Euro) dienen als Zentralen (Gateways) für die Haussteuerung.
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Die EZcontrol XS1 (links, ab 190 Euro) und die HomeMatic (rechts, ab 180 Euro) dienen als Zentralen (Gateways) für die Haussteuerung.

Auf einer Netzwerk-Festplatte (NAS) lagern Audio-, Video-, Foto- oder andere Daten. Der Hersteller Synology hat mit seiner erweiterbaren NAS-Software Disk-Manager 4.0 eine vielseitige Plattform geschaffen. Damit fungieren die Netzwerk-Speicher als private Cloud-Dienste: Auf allen Endgeräten sind alle Daten vorhanden. Zudem bietet Synology Apps für iOS, Android und Windows Phone, die Daten und Festplatte verwalten, die Audio- und Videowiedergabe steuern oder den Zugriff auf Netzwerkkameras ermöglichen.

Haussteuerung per Knopfdruck

Findige Heimanwender haben per App auch das komplette Heim im Griff. Ein Zentralgerät wie die EZcontrol XS1 oder die HomeMatic empfängt die Einstellungen per Netzwerk-Anschluss. Die User steuern dann per Funk oder Kabel Dimmer, Türschloss-Antriebe, Jalousien- oder Rolladen-Aktoren, empfangen Signale von Sensoren, etwa von Temperatur- und Feuchtefühlern, Bewegungsmeldern, IP-Kameras oder Rauchmeldern und leiten sie weiter.

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Mit der App CasaRemote (HD) für iPhone/iPad bleiben Hausbesitzer mit installierten Netzwerkkameras stets im Bild. Funksteckdosen oder Steckdosenleisten lassen sich via Gateways steuern. Schaltvorgänge sind rasch programmiert - etwa damit sich das Licht zur gewünschten Zeit an-/ausschaltet.

 
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