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Smart Life iPad Mini im 24-Stunden-Tagestest

Bei vielen Menschen sind Smartphone und Tablet-PC heute aus dem Privatleben kaum mehr wegzudenken. Andreas Stumptner hat deshalb den Selbstversuch gestartet: Wie smart verläuft ein Wochenendtag, der von früh bis spät per iPad mini begleitet wird, wirklich?

Morgens

Es ist acht Uhr morgens, die hübsche Chrono-Grafik-App auf unserem iPad mini klingelt mich mit schrillem "Church Bell"-Ton (übersteuertes Kirchenglockengeräusch, das ich irgendwann mal so eingestellt habe) aus dem Bett. Zu derart früher Stunde freue ich mich allerdings noch nicht einmal über die Fotos aus der eigenen Sammlung, die im Bildschirmhintergrund erscheinen. Guten Morgen in meinem smarten Samstag!

Immerhin muss ich nicht sofort raus. Dank des intelligenten FRITZ!-Steckers DECT 200 von AVM kann ich meine Nespresso-Maschine über mein Tablet-Helferlein vom Nachttisch aus betriebsbereit schalten. Für den ersten Kaffee des Tages ist das definitiv etwas wert. Nur das Nachfüllen des Wassers übernimmt das kleine iPad leider (noch) nicht. Und fürs Kaffee-ans-Bett-Bringen ist es auch in einer automatisierten Welt nach wie vor viel wert, sich mit dem smarten Lebenspartner möglichst gut zu stellen.

Die Nespresso-Kaffeemaschine schalten wir via AVM-DECT200-Stecker vom Bett aus ein.
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© Hersteller Archiv
Die Nespresso-Kaffeemaschine schalten wir via AVM-DECT200-Stecker vom Bett aus ein.

Doch irgendwann kommt auch der vom wöchentlichen Tagwerk geschaffte Redakteur nicht ums samstägliche Aufstehen herum. Flugs ist am Frühstückstisch die aktuelle Ausgabe der "Süddeutschen" aufs Apple-Gerät geladen – spart gegenüber der Print-Ausgabe 60 Cent und das spätere Papiermüll-Wegbringen.

Die deutscheste aller Applikationen auf dem iPad ist HalloHier!

Ein kurzer Check aller zehn downgeloadeten Wetter-Apps zeigt: Ein kleiner Spaziergang könnte bei den schönen frühlingshaften Temperaturen gut tun und ein paar Einkäufe im Supermarkt wären auch noch zu erledigen. Ergo: Gleich nach dem Frühstück geht‘s raus an die frische Luft. Das iPad mini nehme ich sicherheitshalber mit.

Vormittags

Letzteres war eine gute Entscheidung, wie sich schon nach wenigen Gehmetern entlang der Hauptstraße herausstellt: Diese ist nach dem harten Winter übersät mit Schlaglöchern der übelsten Art. Meine schnelle Reaktion: iPad mini aus der Tasche geholt und die HalloHier!-App geöffnet.

HalloHier!, das ist quasi kommunales Beschwerdemanagement zwei Punkt null oder besser gesagt: die deutscheste aller smarten Applikationen. Ob nun Müll auf der Straße liegt, besagtes Schlagloch gestopft werden soll oder ein Straßenschild defekt ist: Jeder Bürger kann diesen Missstand per App und Smartphone-Foto sofort melden – und sich damit natürlich auch viel schneller und lautstärker mokieren, wenn die Kommune nur schleppend oder gar nicht reagiert.

Apple iPad Mini
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Das iPad mini lässt sich mit einer Hand halten. Bei knapp 14 Zentimeter Breite sollte die Hand aber nicht zu klein sein.

Aber, oh Schreck! Kaum habe ich mein Lieblingsschlagloch per iPad-Kamera verewigt, beginnt es überraschend zu regnen. Ich mache auf der Stelle kehrt, denn als Regenschirm taugt der kleine 7-Zoll-Bildschirm meines Tablets definitiv nicht.

Doch was ist nun mit meinen Einkäufen? Dafür habe ich mich zum Glück bei MyTime angemeldet und die gleichnamige App installiert. Im Gegensatz zu den EDEKA-Märkten, in denen man "Lebensmittel liebt", lautet der Slogan des Online-Supermarkts: "Wir bringen Lebensmittel." Frische Waren wie Obst, Gemüse, Wurst und Käse immerhin innerhalb von 24 Stunden – und das zu angemessenen Preisen.

Einkauf bestellen per MyTime.
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Einkauf bestellen per MyTime.

Ein guter Service, auch weil sich die schlaue Anwendung meine letzten Einkäufe merkt und mir Zeit spart. Und weil ich schon gerade so schön in Fahrt bin in Sachen Speisenauswahl und es auf Mittag zugeht, fingertippe ich gleich noch eine Ecke weiter auf die App von Lieferando. Was gibt es an einem verregneten Samstagmittag Besseres als ein leckeres Menü vom Lieferservice? Schnell finde ich den Pizza-Dienst um die Ecke. Ein paar Klicks – schon ist die Bestellung meiner Pizza Salami mit Extrakäse auf den Weg gebracht.

Mittags

Eine halbe Stunde warten, schon dringt der typische Mischduft aus Backwaren und Pizzakarton in meine Nase. Und die 26-cm-Teig-Salami-Käse-Kombi ist schnell vertilgt. Jetzt heißt es Siesta halten, am besten mit ein wenig Musik. Dank meines Premium-Accounts beim Streaming-Dienst Spotify suche ich mir – wie soll es anders sein – per App unter 20 Millionen Songs die richtigen Klänge für meine Mittagspause auf der Couch aus; eine Playlist mit chilligen Sounds hatte ich mir zum Glück erst kürzlich zusammengestellt. Und dank der WLAN-basierten AirPlay-Technologie von Apple beame ich die Musik problemlos auf meine kabellose Docking-Station, den Bose SoundDockAir in meinem Wohnzimmer.

Musik hören mit Bose SoundLink Air.
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Musik hören mit Bose SoundLink Air.

Nachmittags

Kurz nach drei findet meine Pause allerdings ein jähes Ende. Neuerliche Sonnenstrahlen wecken mich und locken mich auf die Terrasse, und das kurz vor Beginn der Fußball-Bundesliga-Livekonferenz bei Sky um 15.30 Uhr. Was für ein Glück, dass mir mein umfangreiches Pay-TV-Abo auch die Nutzung der SkyGo App ermöglicht, über die ich die Fußball-Übertragung per WLAN auf dem iPad mini empfangen kann. So verpasse ich auch im Terassenliegestuhl garantiert kein Tor. Dank Kopfhörer-Anschluss an meinem treuen Begleiter störe ich auch die Nachbarn nicht – höchstens mit meinen lauten Jubelschreien.

Fußball schauen mit SkyGo.
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Fußball schauen mit SkyGo.

Ab halb sechs dagegen werden meine Nachbarn etwas mehr von meinen Aktivitäten mitbekommen: Das schöne Nachmittagswetter lädt zum Grillen ein. Gut, dass es die App von Barbecue-Gigant Weber gibt, mit tollen Rezepten und Ideen für einen entspannten Grillabend. Nur eine App kann ich leider nicht zum Einsatz bringen: iGrill.

Kein Scherz: Diese Anwendung gibt es wirklich! Hat man das zugehörige und gleichnamige Bluetooth-Grillthermometer erworben, liefert es wichtige Temperaturdaten direkt aus Ihrem Grill aufs iPad oder iPhone. Natürlich kann man sehen, was gerade weltweit gebrutzelt wird und die eigenen Rezepte mit anderen Bratfans teilen. Ich frage Sie: Wer will angesichts dieser Optionen in Zukunft noch herkömmlich grillen? Ich jedenfalls nicht. Nur bleibt mir an diesem Abend angesichts des fehlenden iGrill-Equipments nichts anderes übrig.

Abends

Nach dem Abendessen auf der Terrasse wird es relativ schnell kühl, deshalb heißt es nun rein in die gute Stube, ab in mein "Heimkino". Auf meinem NAS-Server von Synology habe ich inzwischen eine stattliche Sammlung an Filmen und Videos gespeichert. Der NAS-Hersteller hat einige schicke und funktionale Apps zur Datenverwaltung entwickelt, ob für Fotos, Musik, Überwachungskamera-Bilder oder eben Videos. Über die sogenannte "Video Station" beame ich mir meinen Lieblings-Bond kabellos direkt auf meinen Smart TV. Schöne neue Technikwelt. Ich muss sicher nicht eigens erwähnen, dass ich während des Films in der App der Filmdatenbank IMDB nachgesehen habe, als mir der Name eines Nebendarstellers einfach nicht einfallen wollte.

Film auswählen via-Heimnetzwerk.
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Film auswählen via-Heimnetzwerk.

Nach Bond-Girl-Szenen, geschütteltem Martini, etlichen toten Russen und einem langen, ereignisreichen Smart-Life-Tag gehe ich zufrieden ins Bett – natürlich nicht, ohne mein iPad mini mitzunehmen. Schließlich möchte ich noch ein paar Zeilen lesen. Welches Buch, das entscheide ich spontan, schließlich habe ich über Amazons Kindle App unzählige Krimis und einige politische Sachbücher in meiner Sammlung. Ob ich am Ende mit einem Alpenkrimi oder der Autobiografie von Michail Gorbatschow in den wohlverdienten Schlaf sinken werde, verrate ich Ihnen nicht. Wohingegen ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass ich dank der WeMo-Technik von Zubehör-Spezialist Belkin kurz vor dem Einschlafen noch die letzten Lampen im Haus vom Bett aus auschalten kann.

Lichter im Haus ausschalten mit dem WeMo-Stecker.
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Lichter im Haus ausschalten mit dem WeMo-Stecker.

Einige WeMo Switches sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet, sodass die Lichter am nächsten Morgen beim Vorbeilaufen automatisch wieder angehen. Zwar keine bahnbrechende Innovation, aber da über WLAN und per App steuerbar, unglaublich praktisch.

So kann ich mich nun gemütlich zur Ruhe legen und mich auf eine smarte Nachtruhe freuen. Mein iPad mini liegt derweil schon wieder einsatzbereit für den nächsten Tag auf meinem Nachttischchen.

 
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